Freiwillige Feuerwehr Gersdorf

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Chronik

Damals war's...

...vor 125 Jahren: 1893 feierte die Wehr am 17. September das 10-jährige Stiftungsfest mit Konzert, Festansprache, Ehrung der Gründer und anschließendem Ball im Gasthof „Grünes Tal“.

...vor 100 Jahren: 1918 - Die 2. Kompanie schickte ihren Kameraden an der Front jedes Kriegsjahr je ein Päckchen Zigarren sowie eine Flasche Cognac. Die Kriegerfrauen erhielten je 1 Zentner Kartoffeln. Trotz der schwierigen Zeiten führte die 2. Kompanie 4 Übungen in den jeweiligen Kriegsjahren durch.

...vor 75 Jahren: 1943 werden zwei Stauteiche ausgebaut. Leider kann heute nicht mehr nachvollzogen werden, wo sich die 2 Teiche befanden, bzw. um welche Teiche es sich handelt. Zudem wurden 2 Jahre vor Ende des Krieges Beschlüsse gefasst, die aus heutiger Sicht ebenfalls nicht nach zu vollziehen sind! Ein Beispiel: „Gersdorf benötigt nur 101 Feuerwehrmänner. 21 Kameraden haben auszuscheiden, da die Friedensstärke nicht überschritten werden sollte.“ Dies blieb aber wegen der Einberufungen sowieso aus und die Feuerwehr kam nicht mehr auf die erwünschte Mannschaftsstärke. Es war geplant, Mädchen über 18 Jahren am Feuerwehrdienst zu beteiligen.

...vor 50 Jahren: 1967/1968 erstellte die SED-Kreisleitung eine politische und kräftemäßige Analyse aller Wehren, deren Unterlagen noch heute im Kreisarchiv zu finden sind. Darin steht zur Gersdorfer Wehr: „49 aktive Kameraden, 6 Kameradinnen in der Frauengruppe, 11 in einer Jugendgruppe und 1 AG Junge Brandschutzhelfer mit 11 Pionieren. Die volle Einsatzbereitschaft ist gewährleistet bei einer durchschnittlichen Ausrückzeit von 4 Minuten.“ Bemängelt wurde, dass nur 2 Kameraden in der Gersdorfer Feuerwehr Mitglied in der Partei waren. Deshalb sollte der politische Einfluss in der Wehr mit Hilfe der Ortsleitung erhöht werden.

 ...vor 25 Jahren: 1993 - Am 18. Februar kam es zu einer Havarie am Gerätehaus der Feuerwehr. Beim Ausschachten einer Drainage wurde die geringe Fundamenttiefe nicht beachtet und Regenfälle trugen dazu bei, dass sich die Südmauer des Gebäudes um ca. 10 Zentimeter absenkte. Den meisten der alarmierten Kameraden stand nach dem ersten Schreck das Wasser in den Augen. Die Ausrüstung wurde vorerst in der ehemaligen LPG untergebracht. Nach 85 Tagen Ausnahmezustand war das Gerätehaus durch die Neuaufmauerung der Wand und den Neu - Einbau von Rolltoren wieder voll einsatzfähig.

 Bild 01

Das Gersdorfer Gerätehaus nach der Fundament - Absenkung

1993 wurden im Ort die Sirenen zentral bei der Leitstelle Hohenstein - Ernstthal geschaltet und ein Funknetz errichtet, so dass die Feuerwehren im Einsatzfall den Einsatzauftrag bei der genannten Leitstelle abfragen mussten, um auszurücken. Im gleichen Gebäude der Goldbachstraße, in dem die Leitstelle war, befand sich ab 1990 der Atemschutzstützpunkt. Dort wurden bis 2010, unter Leitung des Kameraden Dietmar Preußner, die Atemschutzgeräte mehrerer Landkreise gefüllt, gewartet, gepflegt und notfalls auch ausgetauscht. Zu dieser Atemschutzwerkstatt gehörte auch eine Übungsstrecke, in der spezielle Einsatzbedingen simuliert werden konnten.

1993 erhielten die aktiven Kameraden die „Piepser“. Man entschied sich hierbei für die Firma Motorola, weil diese Geräte sehr robust waren. Diese konnten sich bei einer Übung im September erstmalig bestens bewähren.

...vor 10 Jahren: 2008 Zu einem einzigartigen Großbrand kam es in den Morgenstunden des 05. Januar 2008 in Oberlungwitz. Es brannte die Produktionshalle der Firma „Holzkontor“ im Gewerbegebiet am Sachsenring. Neben den Gersdorfer Kameraden waren die Feuerwehren Oberlungwitz, Hohenstein - Ernstthal, Bernsdorf, Hermsdorf und Wüstenbrand im Einsatz. Bei den anschließenden Aufräumarbeiten zog man das Technische Hilfswerk ebenfalls hinzu. Zur Einsatzauswertung wurde die Atemschutzüberwachung während des Einsatzes besonders gelobt. Auch der Gerätewart Atemschutz Landkreis Chemnitzer Land, Dietmar Preußner, trug während des Einsatzes hierzu seinen Teil bei. Von Vorteil war hier wohl auch die unmittelbare Nähe zum Atemschutzstützpunkt Oberlungwitz auf der Goldbachstraße.

Mittwoch, der 02. April 2008. Eine besondere Hochzeit in der Feuerwehr. Einige Kameraden trafen sich, um das Unter - und Oberteil der alten Schiebeleiter miteinander zu verbinden. In den letzten 2 Jahren restaurierten hauptsächlich die Kameraden Reinhardt Franz, Jens Reuther und Michael Ehmke dieses historische Schmuckstück. Sie ist voll funktionsfähig und ist das neue Vorzeige - Exemplar unserer Leitertruppe.

Am 05. April 2008 starb völlig überraschend der Kamerad unserer Alters - und Ehrenabteilung Peter Franz im Alter von nur 56 Jahren. Er wurde am 05. Mai 2008 im Beisein vieler Kameraden zu Grabe getragen.

Am 11. April 2008 rüstete man an unserem LF 8/6 Frontblitzer nach. Einen Großteil der Gesamtkosten dieser Anschaffung sponserte unsere LKW - Werkstatt.

Die Fotografin Anica Kuzarow war am 20. April 2008 in der Feuerwehr zu Gast, um von uns Bilder zu machen. Es entstanden ein großes Gruppenbild aller anwesenden Kameraden, ein Gruppenbild der Alters- und Ehrenabteilung, ein Foto der aktiven Einsatzgruppe auf dem alten Schlauchturm sowie ein Bild der aktuellen Gruppenführer und Einsatzleiter.

Der erste Schwarz/Weiß - Druck der Chronik entstand ebenfalls im April 2008, um die später gedruckten Exemplare Korrektur zu lesen. Da der Chronist und die Firma Speed Conzept Oelsnitz bereits seit 2006 regelmäßigen Kontakt zu einander hielten, gab es auch nur wenige Kleinigkeiten, die korrigiert werden sollten. Der Konzern ENVIA M sponserte zum Druck der Chronik 500,- Euro.

Neben den genannten täglichen Geschehnissen kam der Gerätehausbau in die heiße Phase. Es war nicht mehr viel Zeit bis zur geplanten Schlüsselübergabe am 23. Mai 2008. Die Kameraden waren nebenbei mit der Bestellung der Einrichtungsgegenstände beschäftigt.

Es entstanden auch noch weitere ausgefallene Ideen, welche man zur 125 - Jahrfeier realisieren wollte! Die Kameraden André Legies, Mario Legies, Torsten Knöbel, Michael Cyris und Tommy Müller feilten an einem Werbevideofilm der Feuerwehr. Auch die fertig restaurierte Schiebeleiter wurde noch als geheime Überraschung behandelt.

Die DRK - Ortsgruppe feierte am Samstag, den 17. Mai 2008 ihr 100-jähriges Bestehen im „Grünen Tal“. Hierzu waren viele Vereine aus dem Ort und der Umgebung eingeladen. Die Feuerwehr war mit knapp 20 Kameraden vertreten.

Einen Tag später, am 18. Mai 2008, trafen sich einige Kameraden vormittags im neuen Gerätehaus zu einer Grobreinigung vor der Schlüsselübergabe.

Die Kameraden Michael Ihm, Ralf Münsel, Michael Cyris und Ronny Schüßler begannen am 21. Mai 2008 mit der Restaurierung unseres alten Löschfahrzeugs - dem Robur LO.

Am 23. Mai 2008 feierte man bei einem „Tag der offenen Tore“ die Schlüsselübergabe des neuen Gerätehauses durch den Bürgermeister und den Gemeinderat. Circa 100 Bürger und Gäste konnten die Kameraden begrüßen. Unter ihnen Herr Gersdorf vom Landratsamt Glauchau, der stellvertretende Kreisbrandmeister Heinz Hartmann, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes René Utoff, ein Vertreter der ENVIA M, der den genannten 500,- Euro Spendengutschein brachte, eine Vertreterin der Sparkasse Chemnitz sowie einige Gewerbetreibende und Sponsoren unseres Vereins. Die Kameraden führten alle Interessenten bei Rundgängen durch die neue Wache.

Nach mehrmaligem Korrekturlesen des Farbabzuges der Chronik, erhielt die Firma Speed Conzept Oelsnitz die Druckfreigabe am 04. Juni 2008. Am Freitag, den 20. Juni 2008, also reichlich 2 Wochen später waren die geplanten 1.000 Exemplare der Chronik abholbereit.

Die Gemeindeverwaltung Gersdorf und die Stadt Oberlungwitz schlossen im Juni 2008 einen Hilfeleistungsvertrag miteinander. Kern dieses Vertrages war und ist es, dass sich im Einsatzfall beide Wehren unterstützen und ergänzen, ohne dass die jeweilige Kommune eine Rechnung an die andere stellt.

Vom 23. Juli bis zum 25. Juli 2008 baute unser Kamerad Torsten Knöbel die selbstentworfene und selbstgebaute Schrankwand im neuen Gerätehaus auf. Highlights an diesem riesigen Möbelstück sind die Vitrinen für Pokale und Feuerwehrfahne sowie die integrierte Leinwand und ein versteckter Medienwagen zum Abstellen von Polylux, Notebook und Beamer.

Am 25. und 26. Juli 2008 begannen die Kameraden das neue Gerätehaus einzuräumen. Es wurden zum Beispiel das Schlauchregal und Werkbänke aufgebaut und Ausrüstung verstaut. Die Fahrzeuge standen bereits seit dem 10. Juli 2008 in der Wache.

Am 01. August 2008 trat die neue sächsische Gebietsreform in Kraft. Aus der Stadt Zwickau und den Landkreisen Zwickauer Land und Chemnitzer Land wurde der neue Landkreis Zwickau. Für die Gersdorfer Wehr und ihre Kameraden blieb aber vorerst alles beim Alten. Gersdorf ist übrigens territorial in dem neuen Landkreis mit ca. 10 Quadratkilometern die kleinste selbstständige Gemeinde.

Am Freitag, den 29. August 2008 war es endlich soweit! Die letzten 3 Wochen vor unserem Jubiläum waren für die meisten Kameraden der Gersdorfer Feuerwehr sehr nervenaufreibend, denn die Vorbereitungen für ein unvergessliches Wochenende standen kurz vor ihrem Abschluss. Aber hinterher konnte zu Recht gesagt werden, dass alle geplanten Aktionen des Festausschusses gelangen. Das Fest begann an jenem Freitagabend 18.00 Uhr im Gasthaus „Grünes Tal“.  Kamerad Mario Legies zeigte mit den Kameraden Tommy Müller und Jan Hieronymus eine Präsentation zur Chronik, welche die entsprechenden Bilder zum Festgedicht enthielt. Neben den Festreden der Bürgermeister Wolfgang Streubel und Hartmut Beck sowie der Wehrleiter Steffen Kretschmar und Peter Bierlein von Gersdorf und Altlußheim, dem Kreisbrandmeister - Vertreter Heinz Hartmann, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes René Utoff, dem Bezirksbrandmeister Volker Wagner und dem Schweizer Gast Eduard Steiger wurde die geschlossene Festveranstaltung von der Rödlitzer Feuerwehr - Kapelle und dem Altlußheimer Spielmannszug begleitet. Unser Gersdorfer Bürgermeister Wolfgang Streubel wurde als Feuerwehrmann in die Reihen der Wehr aufgenommen. Kameradin Angela Schulze wurde für 25 Dienstjahre geehrt. Auch der Sponsor Reiner Legies ist von nun an Ehrenmitglied. Mario Hempfling, Jens Illing, Renate Scheibner und Astrid Peiker wurden mit einem Ehrenkrug für ihre Verdienste ausgezeichnet. Der ehemalige Wehrleiter der FFw Altlußheim, Kurt Reinhardt, erhielt einen getöpferten Hydrant und Peter Lauer, ebenfalls Altlußheimer, bekam einen lang ersehnten Silberhelm mit Visier. Die Übergabe der neuen Vereinsfahne war ein weiteres Highlight an jenem Abend.

Samstag, der 30. August 2008. 14.00 Uhr begann eine Schauübung auf dem Marktplatz, die ca. 200 Gäste interessiert verfolgten. Zu sehen war ein Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem LKW. Anschließend marschierten die Kameraden mit den Zuschauern ins neue Gerätehaus, um dieses gemeinsam mit dem Bürgermeister und der Pfarrerin einzuweihen. Das Geheimnis um die vergessene Kreatur aus alten Zeiten wurde gelüftet. Die voll funktionsfähige historische Schiebeleiter wurde am Gerätehaus aufgestellt und ausgefahren. Nun begann ein ausführliches Programm für alle Altersklassen. Ein Wasserspiel und eine Hüpfburg standen für die Kinder bereit. Das Programm der örtlichen Kindertagesstätte begeisterte alle Anwesenden im gut gefüllten Bierzelt. Neben Technikschau und Führungen durchs neue Gerätehaus, konnten sich Kinder und Jugendliche beim Infostand der Jugendfeuerwehr über deren Arbeit informieren. Der Schweizer Gast Eduard Steiger, welcher übers Internet zu uns fand, brachte mit seinem funktionstüchtigen Modellkran nicht nur Kinderaugen zum Leuchten. Auch die Feuerwehr - Ausstellung war gut besucht, weil auch hier die neue Chronik zum Erwerb auslag. Einige Gäste der Ausstellung brachten wieder neue Erkenntnisse zur Gersdorfer Feuerwehrgeschichte.

Sonntag, der 31. August 2008. Morgens 10.00 Uhr konnte unser DJ, Reiner Legies, die ersten Gäste zum Frühschoppen begrüßen. Weiterhin fand eine Ju- Jutsu - Vorstellung statt. Nebenbei konnte jeder wieder die Ausstellung und den Infostand der Jugendfeuerwehr besuchen. 13.00 Uhr begann das Stellen zum Festumzug, welcher 14.00 Uhr von der Kaisergrubenstraße bis zum Gerätehaus führte. Danach konnten alle Gäste und Interessenten die einzelnen Fahrzeuge des Umzuges bestaunen. Gegen 17.00 Uhr war Zapfenstreich, zu dem die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ihr ersehntes und hoch verdientes Abschlussbier trinken durften.

Im September 2008 legte der Kamerad Michael Ihm sein Amt als Jugendwart aus privaten Gründen nieder. Die Leitung der Jugendfeuerwehr übernahm Kamerad Torsten Knöbel, der schon die letzten 3 Jahre der Stellvertreter von Kamerad Michael Ihm war. Auch Kamerad Jens Reuther trat als Gerätewart und Ausschussmitglied zurück. Seine Aufgabe übernahmen die Kameraden Mirko Franz und Michael Cyris. Die Wehrleitung hielt weiterhin daran fest, wichtige Aufgaben breiter zu fächern, um alle Beteiligten zu entlasten. Da die beiden zurückgetretenen Kameraden auch im Ausschuss fehlten, wurde am 19. September 2008 vom Ausschuss beschlossen, zur nächsten Jahreshauptversammlung zwei neue Interessenten nach zu wählen.

Am 26. Oktober 2008, also genau 125 Jahre nach der Gründung unserer Feuerwehr, erhielt das Gründungshaus (heute „Papierprofi“ Hauptstraße / Ecke Hofgraben) ein Schild, welches alle Bürger auf diesen historischen Moment der Ortsgeschichte Gersdorfs hinweist.

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Die Kameraden der Feuerwehr 2008 (Foto: Anica Kuzarow)

Am 21. November 2008 trafen sich fast alle Kameraden im neuen Gerätehaus zu einem Familienabend. Gemeinsam sah man sich die Fotos und Videos vom Jubiläumswochenende an. 

Rückblickend kann man sagen, dass das Jahr 2008 sehr ereignisreich war. Es musste leider viel an unserer Technik und an den Fahrzeugen repariert werden. Das Jubiläum war einzigartig und es ist uns wieder gelungen, neue Kameradinnen und Kameraden in unsere Reihen aufzunehmen.Der Jahresbericht 2008 vom Wehrleiter Steffen Kretschmar war dem entsprechend ausführlich. Zum Jahresende zählte unsere Wehr 72 Kameradinnen und Kameraden - 9 mehr als zum 31.12.2007. Hier zeichnete sich wieder die Qualität der Werbe- und Öffentlichkeitsarbeit aus.


 

 Kurz-Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Gersdorf

 

Die Herrschaft Lichtenstein wies am 01. Dezember 1782 alle Amts - Dörfer an, genau das „Feuergerät - Inventarium“ festzusetzen. Daraufhin kaufte Gersdorf Anfang des Jahres 1783 die erste Handspritze mit entsprechendem Zubehör und am 17. April 1783 außerdem noch eine fahrbare Handspritze für 11 Taler, 19 Groschen und 6 Pfennige.

Am 26. Oktober 1883 setzten 11 junge, einsatzbereite Männer im Gasthaus „Zur Post“ (jetzt „Papierprofi“ Hauptstr./Ecke Hofgraben) den wichtigsten Grundstein für das Lösch- u. Rettungswesen in unserer Gemeinde. Die Meisten von ihnen waren Mitglieder des Turnvereins „Germania“.

Ihre Namen sollen ewig in Erinnerung bleiben:

Wilhelm Ackermann, Bergzimmerling

Oswald Götze, Sattler

Otto Silbermann, Klempner

Oswald Hermann, Schuhmacher

Bernhard Lämmel, Maler

Karl Winkler, Tischler

Wilhelm Tittmann, Bergarbeiter

Hermann Schwalbe, Maurer

Otto Jungmann, Glaser

Friedrich Müller, Schneider

Hermann Bauer, Zimmermann

 

Diese 11 Gründungsmitglieder bildeten die 1. Kompanie der FFW Gersdorf. Aus ihrer Mitte wählten Sie Wilhelm Ackermann zu ihrem Wehrleiter.


20. April 1884
Uniformierung der Wehr

1885
Aufbau eines Steigerhauses

7. Februar 1886
Kauf einer zweirädrigen Abprotzspritze mit schrägstehendem Zylinder.

1887
Die Gemeindevertretung stiftet eine freistehende 14 Meter lange Stützen-Schiebeleiter und 30 Meter Schlauch.

1890
Der Verein zählt 103 Mitglieder (54 Aktive, 49 Passive)

31. März 1891
Die Kompanie wird in einen Steiger- und einen Spritzenzug geteilt.

1893
10-jähriges Jubiläum im Gasthof Grünen Tal

29. August 1896
Der 29. Chemnitzer-Kreis-Feuerwehr-Verbandstag fand in Gersdorf statt, wobei 1500 auswärtige Feuerwehrkameraden untergebracht wurden.

1. Juli 1903
Zuweisung der Kompanie zum Zwickau-Glauchau-Kreis-Feuerwehrverband.

1905
Bildung eines Sanitätszuges

1908
Errichtung eines neuen eisernen Steigerturms auf dem Brauereiplatz

31. Oktober 1908
Feierlichkeiten anlässlich des 25-jährigen Jubiläums

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Postkarte von 1908 - 25 Jahre FFw Gersdorf

1914-1918

Der erste Weltkrieg bringt gleich zu Anfang und auch weiterhin Einberufungen aus den Reihen der Feuerwehrleute und fordert auch eine Anzahl Opfer.

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FF-Kapelle irgendwann zwischen 1911 und 1914

28. Oktober 1923
Das 40-jährige Jubiläum konnte auf Grund der Inflation nur durch Spenden von Gästen und Freunden durchgeführt werden.

1925
Kauf einer großen Schiebeleiter und einer neuen Motorspritze.

14. April 1928
Einweihung der neuen Feuerwache vor der Schulturnhalle.

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Oberes Spritzenhaus (Datum Unbekannt)

 01. November 1931
Angliederung der oberen Spritzenkompanie an die Freiwillige Feuerwehr. Diese obere Spritzenkompanie setzte sich aus Handwerkern, Bauern, Geschäftsleuten und Arbeiter zusammen und hatte in den Anfangsjahren die Bezeichnung „Ledermützen-Kompanie“ und „Blaue Schürzen Kompanie“, da sie nicht uniformiert war. Sie erhält den Namen „Freiwillige Feuerwehr 2. Kompanie“

1932
Aus den Beständen der aufgelösten Fabrikfeuerwehr der Chemnitzer Papierfabrik in Einsiedel erhält die 2. Kompanie eine Motorspritze mit Zubehör (6 Meter Saugschlauch, 140 Meter Druckschlauch, 6 Strahlrohre und andere Ausrüstungsgegenstände)

27. Juli 1933
Wegen Nachprüfung der politischen Gesinnung kommt es zu einer Neuaufstellung der Führung der Feuerwehr.
(1. und 2. Kompanie)

2. und 3. September 1933
50-jähriges Jubiläum

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Umzug zum 50jährigen Jubiläum des Kreisfeuerwehrverbandes Zwickau - Glauchau - Werdau

am 05. Juli 1931 in Glauchau

1937
Angliederung der 1913 gegründeten unteren Spritzenkompanie als 3. Löschzug mit einer Stärke von 20 Mann.

1938
Ein neuer Mannschaftswagen und eine neue Motorspritze mit Schaumlöschverfahren werden durch die Gemeinde beschafft.

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Gruppenfoto 1938

1939-1945
Die Feuerwehr wird als Verein aufgelöst und als Hilfspolizeitruppe den Kriegsbedingungen angepasst.

1945
3 Einsätze (Rödlitz, Chemnitz) nach Bombenabwürfen

1945/46
Nach Kriegsende Neuaufbau der Wehr

1956
Tragischer Unfall mit dem Feuerwehrauto nach einer Katastrophenübung in Hermsdorf. 2 Kameraden verunglücken dabei tödlich (Paul Pietsch, Erich Richter) 

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Horch - Feuerwehrfahrzeug

28.-29. Juni 1958
75-jähriges Jubiläum

1964
Gründung einer Frauengruppe, die aus 4 Frauen bestand

1966
Kauf eines Fahrzeuges der NVA und Ausrüstung des Fahrzeuges.

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1972
Beginn mit dem Bau des Schulungsraumes über der Fahrzeughalle.

24. Februar 1973
Übergabe des neuen Schulungsraumes zur Jahreshauptversammlung

1. Mai 1974
Die Wehr erhält vom Rat des Kreises ein neues Löschfahrzeug vom Typ Robur mit Schlauchhänger Bezeichnung LF8-STA.

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LF8-STA (L.O. - Foto 2007)

1.-3. Juni 1983
100-jähriges Jubiläum mit vielen Aktivitäten, wie gemeinsame Schauübung mit den Wehren aus Hermsdorf, Oberlungwitz und Wüstenbrand.

1989
Die Wehr hat einen Bestand von 50 Kameraden, darunter befinden sich 7 Frauen.

1990
Die Sirenen des Ortes werden zentral geschaltet.
Seit 1990 gibt es gute Beziehungen zur Partnerwehr in Altlußheim (Baden-Württemberg)

1993
Die Wehr wird mit Funkmeldeempfängern (Piepser) ausgestattet und ist somit ständig einsatzbereit.
Bei Ausschachtarbeiten am Gerätehaus für eine neue Drainage stürzt die Südseite komplett ein, Ende April sind die Aufbauarbeiten abgeschlossen Im Rahmen einer kleinen Feier wird der Wiederaufbau gefeiert.

1. Mai 1994
Die Wehr erhält ihr erstes modernes Löschfahrzeug nach der Wiedervereinigung ein LF8/6 vom Typ Mercedes Aufbau Schlingmann mit 600 Liter Wassertank.

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LF8/6 - Mercedes, Aufbau Schlingmann

9. März 1997
Wahl der neuen Wehrleitung, welcher ausnahmslos aktive Kameraden angehören, die sich im Laufe der vergangen Jahre aus den Reihen der Jugendgruppe qualifiziert haben.

November 1999
Einbau einer modernen Küche in den Schulungsraum mit Theke.

Dezember 2000
Die aktive Einsatzgruppe erhält neue Feuerwehrschutzkleidung nach HuPF bestehend aus Gesichtsschutzhaube, Überjacke, Überhose und Stiefeln.
Die Umstellung auf neue Atemschutztechnik wird abgeschlossen. Damit sind alle Kameraden mit Atemschutzmasken ausgerüstet und im Bestand befinden sich jetzt 10 Atemschutzgeräte Typ Auer BD98, 10 Ersatzpressluftflaschen und 4 Fluchthauben zur Menschenrettung.

23. Juni 2001
Die Wehr erhält ihr zweites neues Fahrzeug, ein TLF 16/24 Tr Typ Iveco
Aufbau Magirus / GBS

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TLF 16/24 - Iveco, Aufbau Magirus/ GBS

22. Juli 2003
Übergabe des neuen MZF (Mehrzweckfahrzeug) vom Typ Fiat Transporter/Bus 2.8 JTD.
Der Auf- und Ausbau wurde durch die Fa. Mike Eisermann Gersdorf realisiert. Das verwendete Fahrzeug ist ein Jahreswagen mit wenig Laufleistung.

Januar 2007
Umstellung der Funkmeldeempfänger auf Digitaltechnik (DME)

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DME der Firma Motorola

21. April 2007
Webmaster Tommy Müller stellt unsere Homepage online

10. Juli 2007
Auftragsvergabe von Rohbau und Elektrik für unsere neue Feuerwache durch den Gemeinderat

30. Juli 2007
"1. Spatenstich" zum Bau unserer neuen Feuerwache.

16. November 2007
Die Feuerwehr Gersdorf veranstaltete das Richtfest für die neue Feuerwache. Zu diesem anlass war der Bürgermeister und der Landrat vertreten.

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 Am 23. Mai 2008 feierte man bei einem „Tag der offenen Tore“ die Schlüsselübergabe des neuen Gerätehauses durch den Bürgermeister und des Gemeinderates.

Das große Jubiläumswochenende "125 Jahre" FFw Gersdorf fand vom 29. - 31. August 2008 statt.
Die Einzellheiten und Ereignisse dieses gigantischen Wochenendes finden Sie unter dem Link "125 Jahre:)" im Hauptmenü unserer Website.

Am 26. Oktober 2008, also genau 125 Jahre nach der Gründung unserer Feuerwehr, erhielt das Gründungshaus ein Schild, welches alle Bürger auf diesen historischen Moment der Ortsgeschichte Gersdorfs hinweist.
 
 
 
 Ehrentafel der Gersdorfer Wehrleiter:

Wilhelm Ackermann 26. Okt.1883 - 23. Okt.1887 

Louis Felgner 23. Okt.1887 - 10. Nov.1887

Robert Hübsch 10. Nov.1887 - 05. Okt.1889

Albin Krämer 05. Okt.1889 - 25. März 1908

August Grabner 25. März 1908 - 26. März 1911

Max Herold 26. März 1911 - 03. Feb.1935

Max Kretschmar 03. Feb.1935 - 11. Aug.1936

Max Uhlemann 11. Aug.1936 - 08. Mai 1945

Paul Pietzsch 08. Mai 1945 - 31. Dez.1945

Alfred Meierhof 01. Jan.1946 - 01. Sept.1957

Fritz Richter 01. Sept.1957 - 30. Nov.1957

Fritz Bretschneider 30. Nov.1957 - Pfingsten 1970

Fritz Richter Pfingsten 1970 - 19. Sept.1971

Gerhard Muschkowski 19. Sept.1971 - 30. Juni 1983

Heini Schulze 01. Juli 1983 - 09. März 1997

Steffen Kretschmar 09. März 1997 - 08. Feb. 2003

Mike Eisermann 09. Feb. 2003 - 31. Okt. 2006

Steffen Kretschmar 01. Nov. 2006 - 04. Feb. 2017

Andre Legies 05. Feb. 2017 - heute

 

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